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Hauptausgabe vom 21.07.2004 - Seite 023
Blaue Donau soll "grün" werden Millionenspritze für Ökologie

LINZ. Die Donau als Wasserstraße ist Österreich lieb und teuer - in den kommenden Jahren soll allerdings auch für eine naturnahe Gestaltung einiges abfallen.

Das gab Verkehrsstaatssekretär Helmut Kukacka gestern Vormittag in Linz bekannt. Insgesamt 2,8 Millionen Euro will der Bund für diese Öko-Offensive im oberen Donautal in Oberösterreich bereit stellen, die in der Studie "Maßnahmenkonzept Donau" des Engelhartszeller Gewässer-Ökologen Gerald Zauner aufgelistet ist.

Insgesamt wurden von Zauner 70 unterschiedliche Maßnahmen an 26 Standorten empfohlen. Es geht vor allem um die Schaffung von Schotterbänken, die Renaturierung von Bacheinmündungen, die Schaffung von Ruhigwasserzonen im Strom, die Schaffung oder Reaktivierung durchströmter Nebenarme sowie einseitig angebundener Altarme.

Die ersten Maßnahmen, die auch umgesetzt werden, sind Schotterbänke (u.a. in Schildorf, Pyrawang und Kasten), die Schaffung von Flachwasserzonen (im Hafen Kasten) sowie Haken- und Schotterbuhnen (Wesenufer, Saagbachmündung, Stift Engelszell).

Die Stärkung des transeuropäischen Verkehrsweges Donau und die Ökologie seien kein Gegensatz, sagt Kukacka. Und LAbg. Friedrich Bernhofer, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Donau OÖ., betonte: "Auch Tourismus und Ökologie können sich ergänzen." Er sieht nicht zuletzt durch die Öko-Offensive eine große Chance für den sanften Tourismus im oberen Donautal. (eku)

Schotterbänke

Durch Schüttung von Schotterinseln werden Flachwasserbereiche für das Laichen der donau-typischen Fische geschaffen. Sie werden jetzt im Sommer auch gerne von Menschen zum Sonnenbaden genützt.

Altarme

Nach dem Aufstauen der Donau durch die Kraftwerke wurden nach und nach auch viele kleine Altarme einfach zugeschüttet. Ein Teil davon soll bei den Renaturierungsarbeiten wieder freigelegt werden.

56 Fischarten

Erstaunlich: im Bereich der oberen Donau (von Passau bis Aschach) wurden 56 verschiedene Fischarten nachgewiesen, darunter 12 laut EU besonders schutzwürdige. Dabei: Perlfisch, Huchen, Streber, Koppe.

Kukacka beim "Huchenbesatz" mit Severin und Max Zauner. Foto:eku


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