LINZ. Die Donau als Wasserstraße ist
Österreich lieb und teuer - in den kommenden Jahren soll allerdings
auch für eine naturnahe Gestaltung einiges abfallen.
Das gab Verkehrsstaatssekretär Helmut Kukacka gestern Vormittag
in Linz bekannt. Insgesamt 2,8 Millionen Euro will der Bund für
diese Öko-Offensive im oberen Donautal in Oberösterreich bereit
stellen, die in der Studie "Maßnahmenkonzept Donau" des
Engelhartszeller Gewässer-Ökologen Gerald Zauner aufgelistet ist.
Insgesamt wurden von Zauner 70 unterschiedliche Maßnahmen an 26
Standorten empfohlen. Es geht vor allem um die Schaffung von
Schotterbänken, die Renaturierung von Bacheinmündungen, die
Schaffung von Ruhigwasserzonen im Strom, die Schaffung oder
Reaktivierung durchströmter Nebenarme sowie einseitig angebundener
Altarme.
Die ersten Maßnahmen, die auch umgesetzt werden, sind
Schotterbänke (u.a. in Schildorf, Pyrawang und Kasten), die
Schaffung von Flachwasserzonen (im Hafen Kasten) sowie Haken- und
Schotterbuhnen (Wesenufer, Saagbachmündung, Stift Engelszell).
Die Stärkung des transeuropäischen Verkehrsweges Donau und die
Ökologie seien kein Gegensatz, sagt Kukacka. Und LAbg. Friedrich
Bernhofer, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Donau OÖ., betonte:
"Auch Tourismus und Ökologie können sich ergänzen." Er sieht nicht
zuletzt durch die Öko-Offensive eine große Chance für den sanften
Tourismus im oberen Donautal. (eku)