Der Gewässer-Ökologe Gerald Zauner (41) aus Engelhartszell erstellte die Studie "Maßnahmenkonzept Donau". Die Umsetzung wird nun vom Bund mit 2,8 Millionen Euro gefördert.
OÖN: Was wurde aus Sicht der Ökologie entlang der Donau falsch gemacht?
ZAUNER: Der gravierendste Eingriff war die Errichtung der Kraftwerke. Das Schlimme: die Donau verlor ihre kennzeichnenden Parameter: die Fließgeschwindigkeit wurde reduziert, die Wassertiefe erhöht, Flachwasserbereiche und Inseln verschwanden, Schotter wurde von Feinsediment (Schlamm) überlagert.
OÖN: Was bringt Renaturierung?
ZAUNER: Es bringt im Stauwurzel-, also im oberen Staubereich, eine Annäherung an ursprüngliche Strukturen. Damit verhalten sich auch die Tiere analog, d. h. ursprüngliche Donaufische, wie die Nase, werden gefördert.
OÖN: Das Schütten von Schotterbänken und Wiederherstellen von Altarmen ist verständlich. Aber bitte, was sind Buhnen?
ZAUNER: Buhnen sind nichts Natürliches, sondern eine Nachbildung von in den Fluss ragenden Felsnasen. Sie schaffen Ruhigwasserbereiche, brechen die Strömung und bringen Einstandsmöglichkeiten u. a. für Zander.